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Feinwäscheprogramm
Es gibt Textilien, die beim Waschen in einer Waschmaschine besonders schonend behandelt werden müssen. Da zu zählen vor allem Kleidungsstücke aus Seide und Wolle. Sie sollten deswegen mit einem anderen Schonprogramm – dem Feinwäscheprogramm – gereinigt werden. Dieses Waschprogramm unterscheidet sich vom Normalprogramm durch die Menge des Wassers in der Trommel, die Zahl der Umdrehungen beim Schleudern und den Reversierrhythmus.
Seide und Wolle sind Naturstoffe. Beim Waschen der Wolle in der Waschmaschine bei Temperatur höher als 30 Grad wird sie verfilzt. Durch die Entstehung des Filzes wirkt die Wäsche dicker und läuft meistens stark ein. Um das zu vermeiden, wird die sensible Wollwäsche stets bei 30 Grad gereinigt. Hat eine Waschmaschine kein Feinwäscheprogramm, darf man die Wollwäsche mit dem Pflegeleichtprogramm erfolgreich pflegen. Allerdings muss man immer bedenken, dass feine Woll- und Seidefasern sehr empfindlich gegen das aggressive Waschmittel sind. Es ist sehr sinnvoll, sie mit einem Feinwaschmittel zu pflegen. Dazu eignet sich bestens vor allem ein flüssiges Waschmittel.
Auch Schuhe lassen sich ohne Weitres in der Waschmaschine waschen. Hier muss man sich allerdings einige einfache Regeln merken. Am besten lassen sich einfache Stoffschuhe ohne Metallverzierung und Accessoires in der Waschmaschine reinigen. Das Feinwäscheprogramm gibt es entweder mit oder ohne Schleudern. Bei der Reinigung der Schuhe sollte man die Version ohne Schleudern wählen. Andernfalls löst sich der Klebstoff und helle Schuhe werden gelblich oder braun. Schuhe sollen stets bei 30 Grad gewaschen werden. Auch das Waschmittel ist wichtig. Aggressives Mittel greift den Klebstoff an und die Mischung aus Klebstoff und Waschmittel macht den Stoff der Schuhe kaputt. Lässt sich das Schleudern nicht vermeiden (einige Maschinen haben das Feinwaschprogramm nur mit Schleudern) darf die Zahl der Schleuderumdrehungen 600 nicht überschreiten. Zum Reinigen der Schuhe sollte man sich für ein Feinwaschmittel entscheiden. Auch wenn man größere Textilien aus Seide oder Wolle wäscht, wählt man ebenso ein Feinwaschmittel, welches in der Regel bleichmittelfrei ist. Vor der Reinigung sollten die Schnüre und die Gummisohle entfernt werden. Die Schuhe steckt man am besten in einen Baumwollbeutel oder einen Kissenbezug, um das lästige Klappern der Schuhe in der Waschmaschine während dem Waschen zu vermeiden. Die Sohle darf nicht mitgewaschen werden, sondern wird von Hand gereinigt. Allerdings gilt dies meistens für die Ledersohle. Synthetiksohlen dürfen in die Waschmaschine und werden ebenso mit dem Feinwäscheprogramm gewaschen. Will man Sportschuhe waschen, so nimmt man ein Waschmittel, das speziell für Sportschuhe entwickelt wurde. Es ist auf Anfrage in jedem Sportgeschäft erhältlich. Es ist wichtig, dass man Sportschuhe vor dem Waschen im Wasser einweicht, um den unangenehmen Geruch zu entfernen. Am besten gibt man ins Einweichwasser etwas Essig hinein. Die Fasern werden dann weich und beim Reinigen in der Waschmaschine besser gereinigt.
Beim Waschen mit dem Feinwäscheprogramm gibt es in der Trommel so viel Wasser, dass die Wäsche in der Trommel schwimmen kann. Um empfindliche Fasern wie Seide, Wolle oder Synthetik zu pflegen, bedarf es genügend Flüssigkeit. Beim normalen Waschprogramm wird das Wasser von der Wäsche zum größten Teil aufgesaugt und die Wäsche schwimmt nicht. Auch der Reversierrhythmus ist auf Schonung der Wäsche programmiert. Der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Reversierreinheiten ist länger als beim Normalprogramm. Dadurch wird erreicht, dass der mechanische Druck auf die Fasern minimal bleibt und sowohl die Fasern als auch die Farben mild gepflegt werden.
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