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Fleckensalz
Fleckensalz gehört zu den Bleichmitteln und setzt sich aus chemisch hochaktiven Verbindungen und Substanzen zusammen. Es wird vor allem dafür benutzt, um Textilien weiß zu machen. Auch in der Papierindustrie findet das Fleckensalz eine breite Anwendung.
Fleckensalz hilft effektiv dann, wenn die Wäsche sehr stark verschmutzt ist und Flecken hat, die durch das Waschen in der Waschmaschine nicht entfernt werden können. Auch das Kochprogramm ist oft nicht wirksam gegen starke Verschmutzung. Besonders Obst- und Gemüseflecken gelten als sehr hartnäckig. Es wird nicht empfohlen, gleich nach den Bleichmitteln zu greifen, die Chlor enthalten, da sie die Fasern mit der Zeit zerfressen. Diese Mittel bestehen aus aggressiven Chemikalien, die zudem auch für die Haut und Umwelt sehr schädlich sind.
Bei der Reinigung stark verschmutzter Wäsche sollte sie in Fleckensalz zuerst eingeweicht werden. Erst dann kann sie in der Waschmaschine gewaschen werden. Ist die Verschmutzung doch nicht so intensiv, kann das Fleckensalz zum Waschmittel zugegeben werden. Dann kann man die Wäsche gleich in der Waschmaschine ganz normal waschen. Fleckensalz gebraucht man auch dann, wenn bestimmte Gerüche entfernt werden müssen. Häufig setzten sich Bakterien und andere Mikroorganismen auf den Fasern ab. Beim Waschen in der Waschmaschine können sie nicht immer effektiv entfernt werden und verursachen unangenehme Gerüche. Es sind vermutlich Stoffwechselprodukte dieser Mikroorganismen. Besonders die Küchen- und Gastronomiewäsche ist davon betroffen (Z.B. Geschirrtücher). In diesem Fall können die geruchsbildenden Mikroorganismen dadurch beseitigt werden, dass die Wäsche im Fleckensalzwasser einige Stunden eingeweicht wird. Dann soll sie bei möglichst hoher Temperatur – Küchenwäsche wird in der Regel entweder bei 60 Grad gewaschen oder gekocht – gereinigt werden. Es ist ganz wichtig, diese Wäsche nach dem Waschen gut durchzutrocknen, da die feuchte Umgebung der ideale Nährboden für geruchsbildende Bakterien ist.
Die chemische Grundlage des Fleckensalzes ist der aggressive atomare Sauerstoff, der jedoch wesentlich weniger aggressiv ist als Bleichmittel auf Chlorbasis. Sauerstoffverbindungen findet man auch in den meisten modernen Waschmitteln. Beim Waschen findet eine Reaktion zwischen diesen Verbindungen und den Farbstoffen der zu bleichenden Textilien statt.
Man muss aufpassen, wenn man Fleckensalz dosiert. Da es aggressive Verbindungen enthält, kann es schnell zur Bildung von unerwünschten hellen oder weißen Flecken führen. Außerdem kann die Bleichung unregelmäßig ausfallen, das heißt, dunkle Flecken bleiben gemischt mit den hellen. Die Dosierung hängt davon ab, ob man die Wäsche von Hand oder in der Waschmaschine wäscht. Bei Handwäsche gibt man nur wenig Fleckensalz hinein, da die Wassermenge gering ist. Eine Priese Salz in diesem Fall genügt. Allerdings kommt es auch auf die Wäschemenge darauf an. Sind es einige Wäschestücke, so erhöht man die Dosierung auf 1,5 Priesen. Bei der automatischen Wäsche ist eine größere Menge Salz erforderlich: 2 bis 3 Priesen. Das Salz wird gewöhnlich mit dem Waschmittel vermischt und wie gewohnt ins Waschmittelfach hinein gegeben.
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