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Geschichte der Waschmaschine
Wie jede vernünftige und praktische Erfindung, ließ sich auch die Erfindung der Waschmaschine eine Weile auf sich warten. Am Anfang war nicht einmal ein Waschbrett, sondern die eigenen zwei Hände und ein Gewässer. Abgesehen davon, dass der erste Mensch sich nicht gerne wusch und von der Kleidung nur ein Tierfell hatte, ist die Geschichte des Wäschewaschens relativ modern. Auch von Seife und Waschpulver kann am Anfang noch keine Rede sein. Das alles kam erst viel später.
Das aller erste Waschmittel lieferte die Natur. Pflanzenauszüge waren ein hervorragendes Wasch- und Putzmittel. Ölauszüge aus der Hanfpflanze und anderen pflanzlichen Substanzen eigneten sich auch als gutes Bleichmittel. Später setzte man gewöhnlichen Sand zum Entfernen des Schmutzes aus der Kleidung. Waschen mit Sand bewährte sich für sehr lange Zeit und blieb bis ins 19. Jahrhundert ein gängiges Waschmittel, das in keinem Haushalt fehlen durfte. Es war vor ein paar Jahrhunderten ein sehr aufwendiges Unterfangen, Wäsche zu waschen. Man war nicht selten tagelang damit beschäftigt, besonders wenn die Familie groß war. Außerdem war das jedes Mal mit ungeheuren körperlichen Anstrengungen verbunden und man wurde sehr oft krank. Räuma und Rückenschmerzen waren die gängigsten Begleiter des Wäschewaschens dieser Art.
Da die hartnäckigsten Flecken mit kaltem Wasser nicht zu bekämpfen waren, kam man später auf die Idee, die Wäsche zu kochen. Aber auch das war nicht ganz einfach und oft gefährlich für die Gesundheit. Zum Wäschekochen nahm viel Salz, um die Flecken loszuwerden. Das Salz zerfraß mit der Zeit die empfindliche Haut und die Wunden heilten sehr langsam und taten sehr weh. Man konnte auf diese Weise nicht jede Woche Wäsche waschen, wie wir es heute gewohnt sind. Man wusch die Wäsche selten, so selten, dass es uns fast schon nicht glaubhaft vorkommen mag: zwei- bis dreimal im Jahr. Wäschewaschen war ein großes Ereignis und benötigte deswegen viel Vorbereitung. Eine Woche vor dem Waschen reinigte man den riesigen Kochtopf. Um alles Fett und Schmutz aus dem Topf zu entfernen, rieb man seine Wände sorgfältig mit einer Mischung als Talg und Sand aus. Vorher musste er lange eingeweicht werden. Die Wäsche kochte man oft den ganzen Tag, da es noch kein effektives Waschpulver gab, das die Wäsche im Nu sauber machen konnte. Man gebrauchte Pflanzenseife oder Waschöle. Damals war bereits das Waschbrett bekannt und man rubbelte die Wäsche stundenlang. Auch das war eine sehr anstrengende Angelegenheit.
Effektive Waschmittel sind noch nicht all zu lange auf dem Markt. Erst in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts konnte man die ersten Vollwaschmittel kaufen. Die bekanntesten Waschpulvermarken wie Dach oder Ariel stammen aus dieser Zeit und sorgten weltweit für Furore, da sie das Waschen wesentlich erleichterten und ein wirksames Mittel gegen Flecken fast aller Art waren. Man bedenke: die Waschmaschine war damals noch nicht bekannt. Sie tauchte erst gut zwanzig Jahre später!
Die erste Waschmaschine war eine Trommelwaschmaschine. Auch sie hatte bereits die Zweilauffunktion: Vor- und Hauptwäsche. Man kann sich überlegen, ob man die Vorwäschefunktion nutzen will. Es lohnt sich auf jeden Fall, da die Wäsche, besonders Feinwäsche, dadurch sichtbar sauberer und frischer wird.
Der erste Waschautomat kam, wie fast jede großartige Erfindung ja auch, aus Amerika und machte eine richtige Revolution im häuslichen Bereich. Doch ihr Vorreiter entstand hier zu Lande, in Deutschland. Im 18. Jahrhundert kam ein Theologe (!) aus Regensburg auf die Idee, eine Rührmaschine zu konstruieren. Doch diese Maschine war nicht von Anfang an zur Reinigung der Kleidung gebraucht. Erst später wurde sie als ein sehr einfacher Waschautomat auch zur Reinigung von Textilien eingesetzt. Fast ein Jahrhundert später ist von einem Amerikaner eine Trommelwaschmaschine entwickelt worden. Im Gegensatz zur einfachen Rührmaschine war sie sehr effektive und sparte jede Menge Zeit und Kraft. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts erblickte die erste elektrische Waschmaschine das Licht dieser Welt. Ihre „Geburt“ fand ebenso in Amerika statt. Die Nutzung der elektrischen Waschmaschine war vorerst für einen ausgewählten Kreis von Personen reserviert. Mit der Zeit wurden die Vorrichtungen mit einer Waschmaschine vermietet und brachten auf diese Weise Geld ein. Auch das teure Waschmittel war nicht für alle zugänglich.
In Deutschland gibt es elektrische Waschautomate seit der Mitte der 50- er Jahre des letzten Jahrhunderts. Diese Erfindung sorgte hier, wie überall auf der Welt, für Furore. Doch ging die Verbreitung der Waschmaschine nur schleppend, da sie damals sehr teuer waren und zu den Luxusartikeln gehörten. Doch auch die Angst vor der elektrischen Waschmaschine war zuerst so groß wie die Furore darüber. Alles Elektrische machte am Anfang des Jahrhunderts Angst und sorgte für eine gehörige Portion Missvertrauen, das jedoch bald überwunden werden konnte, je mehr man die Vorteile der Waschmaschine erkannte. Es war vor allem die Trommel, die sich relativ schnell drehte und sehr laut war. Die erste elektrische Waschmaschine war nicht perfekt und wies viele Nachteile auf. Vor allem war sie sehr laut und die Trommel drehte sich bei weitem nicht so schnell wie es bei den heutigen Waschmaschinen der Fall ist. Auch ihr Design war noch nicht vollkommen. Sie war nicht nur sehr laut, sondern auch sehr groß und passte nicht überall rein. Auch die Waschprogramme waren am Anfang nicht so zahlreich wie heute. Es gab für Textilien aller Art nur ein Waschprogramm – das Kochprogramm, was natürlich nicht optimal war. Das Waschprogramm ließ sich zudem auch nicht regulieren und es kam oft vor, dass die Wäsche in der Waschmaschine kaputt ging. Da die Trommel sich noch nicht so schnell drehte, war die Wäsche nach dem Waschen noch recht nass und musste von aufgehängt werden. Doch diese kleinen Nachteile ließen die Begeisterung für die Waschmaschine nicht geringer werden. Ganz im Gegenteil. Sie wurde immer größer.
Die Entwicklung der Waschmaschine blieb nicht stehen. Die heutigen Waschmaschinen sind oft kleine Wunder der Technik und im modernen Haushalt absolut unentbehrlich. Ihre Bedienung bleibt jedoch relativ einfach, obwohl sie ein gewisses Verständnis für Technik voraussetzt. Das Angebot der Waschmaschinen ist breit gefächert. Oft kann man sich nicht entscheiden, welche Maschine man kaufen soll. In dieser Situation hilft gerne die Fachberatung in jedem elektrischen Geschäft. Auch in den Fragen der Bedienung und Wartung kann sie sehr behilflich sein. Man muss immer daran denken, dass es nicht immer auf eine teure Marke ankommt, sondern auf eine Maschine, die den Ansprüchen und nicht zuletzt auch dem eigenen Geldbeutel entspricht.
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